DriveMaxx: Mehr Sicherheit und Platz in der Cloud

drivemaxx artikelbildSicherheit in der Cloud ist ein heikles Thema. So viele Vorteile die Cloud auch mit sich bringt, so gibt es eben leider auch ein paar Nachteile. Abgesehen von der Abhängigkeit, in die man sich begibt, ist wohl die Sicherheit einer der größten Nachteile von Dropbox & Co. Eine mögliche Lösung für das Problem kann natürlich sein, keine sensiblen Daten in die Wolke hochzuladen. Ob das wirklich Sinn und Zweck ist, ist fraglich.

Ich nutze mittlerweile täglich die Cloud. Dass Erste was bei mir passiert, wenn ich ein Testgerät bekomme, ist dort meine geliebte Dropbox zu installieren. Wenige Minuten später habe ich alle wichtigen Daten zur Verfügung stehen. Eine weitere coole Funktion die Dropbox bietet ist der Bilderupload. Bilder die ihr mit eurem Smartphone schießt, werden sofort hochgeladen und sind somit auch auf allen anderen Geräten abrufbar. Quasi für … Jeden … der Zugang zu eurem Dropbox Account hat. Zack… wir sind wieder beim Thema… Sicherheit in der Cloud.

Kommen wir zum zweiten Nachteil, dem begrenzten Speicherplatz. Dropbox, SkyDrive & Co locken potenzielle Kunden mit kostenlosem Speicherplatz. Das ist durchaus eine feine Geste und der gratis Speicher könnte vermutlich vielen genügen. Zumal man sich beispielsweise auch zusätzlichen Speicher in der Dropbox erarbeiten kann, ohne etwas zahlen zu müssen. Trotzdem: Wer richtig schön Platz in der Wolke haben möchte, der muss eben letztendlich auch in die Tasche greifen.
Die neue Software DriveMaxx von Databecker, setzt genau an diesen zwei Schwachpunkten an:

–          Sie ermöglicht es, verschiedene Cloudspeicher Anbieter zu einem zusammenzufügen

–          Sie verschlüsselt eure Daten sicher in der Cloud

 

Für alle Lesefaulen gibt es am Ende des Artikels wieder ein kurzes Video;)

 

DriveMaxx: Mehr Sicherheit + Mehr Speicherplatz

DriveMaxx_uploadDie Software von Databecker ist wirklich einfach handzuhaben. Die Installation ist schnell geschehen und auch die Einrichtung dauert nur wenige Minuten. Aber was genau macht DriveMaxx denn nun?

 

 

 

DriveMaxx bietet euch die Möglichkeit gleich mehrere Anbieter von Cloud Speicher, zu einem großen Speicherplatz zusammenzuführen. Angenommen ihr nutzt:

 

–          Dropbox mit 5GB Speicher

–          SkyDrive mit 7 GB Speicher

–          Strato HiDrive mit 15GB Speicher

–          Einen FTP Server mit 2GB Speicher

 

Ihr könnt jetzt alle der obigen Konten in DriveMaxx angeben und habt letztendlich einen Gesamtspeicher von : 29GB ! Jetzt sucht ihr euch noch einen sog. „Hotfolder“ aus. Das ist der Ordner, in dem ihr künftig eure Daten legen könnt, die dann hoch in die Cloud geschossen werden. Ihr könnt diesen Ordner frei wählen. Zukünftig müsst ihr also nicht länger suchen, bei welchem Cloud-Anbieter ihr welche Datei hinterlegt habt und außerdem benötigt ihr auch nur noch eine Cloud-Software auf eurem Rechner: DriveMaxx.

Die folgenden Cloud-Anbieter werden von DriveMaxx unterstützt:

Dropbox, SkyDrive, Telekom Mediencenter (Telekom Cloud), HiDrive (Strato) und alle anderen Cloud-Dienste auf Basis von WebDAV oder auch FTP. Google Drive funktioniert NOCH nicht, ist aber in Arbeit.

Wie verbessert DriveMaxx nun die Datensicherheit in der Cloud?

drivemaxx_einstellungenDateien die ihr hochladet, werden zuvor gesplittet und dann verschlüsselt. So wird zum Beispiel ein einzelnes Bild in mehrere kleine Schnipsel aufgeteilt — mit einem 256-Bit-AES (Advanced Encryption Standart) Algorithmus verschlüsselt — und dann hochgeladen. Wie groß die einzelnen Schnipsel werden sollen, könnt ihr in den Einstellungen angeben. Genauso wie das benötigte Kennwort für die Datenverschlüsselung.

Davon können sich andere Anbieter definitiv mal eine Scheibe abschneiden!

 

Um noch einmal die Vorteile von DriveMaxx zusammenzufassen:

+ Ihr könnt den (kostenlosen) Speicherplatz vieler einzelnen Cloud-Anbieter zu einem großen Cloud Speicher zusammenfügen

+ Es werden viele Cloud-Anbieter unterstützt und auch GoogleDrive ist in Arbeit

+ Sehr einfache Handhabung

+ Der Synchronisationsordner ist frei wählbar

+ Daten werden verschlüsselt in die Cloud geladen

 

drivemaxx_verschlüsselt

Leider ist das Programm nicht gänzlich perfekt. So gibt es leider einen Nachteil… dieser hat es dann aber leider auch in sich. Zum jetzigen Zeitpunkt ist DriveMaxx einzig und allein für Windows verfügbar. Sämtliche Daten die ihr also von eurem Windows-Rechner über DriveMaxx in die Cloud ladet, sind nicht von eurem Smartphone, Tablet oder Mac-Rechner abrufbar. Da sämtliche Daten verschlüsselt in der Cloud liegen, bekommt ihr in eurem (zum Beispiel) Dropbox Ordner nur einen Salat von komischen Dateien zu Gesicht.

Eine App für iOs ist zwar in Planung, dennoch hoffe ich zukünftig auch auf Unterstützung weiterer Betriebssysteme.

 

Nachteile von DriveMaxx:

– Fehlende Unterstützung für Linux, Mac, iOS, Android, Windowsphone und somit leider lediglich unter Windows nutzbar

– DriveMaxx ist natürlich nicht kostenlos

 Video:

Fazit:

Der Grundgedanke von DriveMaxx ist absolut genial. Es ist sicher und es bietet mir die Möglichkeit, meinen Speicherplatz in der Cloud drastisch zu vergrößern. Außerdem ist die Benutzerführung wirklich kinderleicht. Bis hierhin gäbe es von mir eine absolute Empfehlung. Leider kann ich nur denjenigen eine 100%-Empfehlung aussprechen, die ausschließlich mit Windows arbeiten. Allen anderen empfehle ich zumindest noch solange zu warten, bis DriveMaxx den Weg zu weiteren Betriebssystemen gefunden hat.

DriveMaxx kostet zurzeit 49,95€ und ist als Download bei Databecker erhältlich. Ihr erhaltet für das Geld 3 Benutzerlizenzen. Wer lieber erstmal nicht zum Portemonnaie greifen möchte, der kann die Software bedenkenlos 10 ganze Tage kostenlos und mit vollem Funktionsumfang testen. Natürlich sind fast 50€ keine Kleinigkeit. Wer aber täglich mit der Cloud arbeitet und gerade wer bei mehreren Cloud-Anbietern registriert ist, für den lohnt sich diese Investition allemal.

 

Vielen Dank an Databecker für das bereitstellen dieser klasse Software!

 

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4 Kommentare zu DriveMaxx: Mehr Sicherheit und Platz in der Cloud

  1. Sascha 4. September 2012 um 20:48 #

    Der Ansatz ist sicherlich interessant. Sicherheit ist ein Thema, dass man gerade beim Thema Cloud nicht vernachlässigen sollte. Und die Möglichkeit, mehrere Dienste zu kombinieren, ist wirklich genial. Aber ganz ehrlich, ohne eine ausreichende Plattformunterstützung bringt das doch alles nix… zumindest mir nicht.

    Der große Vorteil der Cloud ist ja gerade, die Daten auf mehreren Plattformen zur Verfügung zu haben. Zumindest Software für Windows, MacOS und Linux ist da in meinen Augen Pflicht. Und unter dem Gesichtspunkt, dass die Cloud geradezu wie geschaffen für den Einsatz mit mobilen Geräten (Smartphones, Tablets) ist, führt eigentlich auch kein Weg an einer Unterstützung von Android, iOS und ggf. künftig auch noch WindowsPhone vorbei. Klar ist das viel Arbeit für einen Entwickler, aber gerade wenn ein Produkt kostenpflichtig ist und von einem durchaus namhaften Unternehmen kommt, sollte eine entsprechend breite Unterstützung der verschiedenen Plattformen einfach drin sein.

    Ohne diese Unterstützung beraubt sich Databecker in meinen Augen selbst des Potentials, welches der Idee innewohnt.

  2. JürgenHugo 4. September 2012 um 23:25 #

    Ich bin nicht lesefaul, ich lese „quer“ 😛 beziehe mich aber jetzt sogar auf den Artikel…

    Ich bin fürs Speichern ein absoluter Cloud“muffel“, weil:

    1) als einziges mobiles hab ich ein Handy und prinzipiell das ThinkPad – das ist aber genau so häuslcih wie ich und auch auf dem Schreibtisch verkabelt.

    2) ich habe lokal terabyteweise freien Platz – für „mal woanders“ hätte ich eine schöne rote Tasche, wo das ThinkPad, Maus, 2. Netzteil, LAN-Kabel, USB-Sticks und eine externe 2,5″ 1 TB mit USB 3.0 gut reinpassen…

    3) prinzipiell bin ich aber am überlegen, sowas mal zusätzlich zu benutzen. Ich hab schon ein Account bei Dropbox und auch bei der Telekom hätte ich 25 GB zur Verfügung.

    Nur das uploaden dauert immer so grottig lange – hoch gehts hier mit DSL 16000 nur mit so 1000 netto, und zu Kabel D will ich nicht so recht wechseln.

  3. Timo 5. September 2012 um 23:46 #

    Hey Sascha,

    ja du hast schon recht mit deinem Kommentar. Es ist wirklich extrem Schade, dass momentan nur Windows unterstützt wird. Aber das ändert sich ja zukünftig hoffentlich. Bis dahin bleibe ich wohl auch dabei: Nur für Leute, die in erster Linie mit Windows unterwegs sind. Sobald es aber auch für andere Plattformen verfügbar ist, kann ich die Software aber wirklich 100% empfehlen. Gerade das kombinieren mehrerer Dienste ist einfach super =)

    @Jürgen ?!?! Geht es dir etwa nicht gut ?! Du beziehst dich ja auf den Artikel :P:P

    Also die Cloud lohnt sich natürlich nur dann, wenn du mehrere Geräte mit Internetzugang nutzt oder aber ein Gerät, dessen eigener Gerätespeicher vielleicht sehr begrenzt ist. Du hast die Sachen halt immer verfügbar und musst keine USB Sticks mit dir rumschleppen, auf dem du die Daten auch noch selber aktuell halten musst.

    So gesehen ist das wirklich eine tolle Sache mit der Cloud. Einen versuch sollte es dir wirklich wert sein. Wenn dir die 2GB Dropboxspeicher nicht genügen, dann findest du hier im Blog noch so einige Anleitungen, wie du diesen kostenlos erweitern kannst =)

    Was den Upload angeht, da haste leider recht. Bei größeren Dateien, kann das schonmal etwas dauern. Textdateien oder Bilder sind aber immer schnell synchronisiert.

    Wie gesagt, wenn du mehrere Geräte mit Internetzugang hast, solltest du wirklich mal einen Blick risikieren =)

    Grüße,

    Timo

  4. JürgenHugo 6. September 2012 um 03:08 #

    Tja. Timo – ich bin immer wieder für Überraschungen gut. ich bin ja nicht nur der „hugige“ Hugo, bißchen Jürgen ist auch noch da. Ich schreib dir mal eine Mail und sag/frag dich was – dann weißte NOCH mehr. Du wirst sie erkennen, iwo steht „hugo“ in der Adresse… :mrgreen:

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